MammaPrint® Ergebnis mit niedrigem Langzeit-Rezidivrisiko

(20 Jahre) identifiziert Brustkrebspatientinnen mit einer Überlebensrate von 97% bei eingeschränkter endokriner Behandlung

  • Retrospektive Analyse von Patientinnenproben aus der prospektiven, randomisierten Stockholm Tamoxifen- Studie weist den klinischen Nutzen von MammaPrint bei der Erkennung von Brustkrebspatientinnen nach, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines erneuten späten Auftretens der Krankheit nach 20 Jahren äußerst gering ist
  • Niedriges Langzeit-Rezidivrisiko von MammaPrint identifiziert Untergruppe von Patientinnen, die hervorragende Überlebensrate nach 20 Jahren mit eingeschränkter oder ohne Hormontherapie haben, und bietet so mehr Behandlungsoptionen für Ärzte und deren Patientinnen

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IRVINE, CA und AMSTERDAM, 30. Juni 2017 – Agendia, Inc., ein weltweit führendes Unternehmen in    der personalisierten Medizin und molekularen Krebsdiagnostik, gibt die Veröffentlichung neuer Daten in JAMA Oncology bekannt.1 Nach den retrospektiven Analysen und den Nachsorgedaten über einen Zeitraum von 20 Jahren aus der prospektiven, randomisierten Stockholm Tamoxifen-Studie hat das im Ergebnis mit dem MammaPrintreg; Test festgestellte niedrige Langzeit-Rezidivrisiko (in der Studie als

„indolenter“ Grenzwert bezeichnet) nachgewiesen, dass eine Untergruppe von Patientinnen mit einem äußerst geringen Metastasierungsrisiko 20 Jahre nach Diagnose ermittelt werden kann. Bei diesen Patientinnen, von denen die meisten nur eine zweijährige Hormontherapie erhalten haben, wurde eine brustkrebsspezifische Überlebensrate von 97%  festgestellt.

Im Rahmen der 2016 durchgeführten MINDACT-Studie wurde mit dem höchsten klinischen Evidenzgrad nachgewiesen, dass der MammaPrint 70-Gen Brustkrebstest das Fernmetastasierungsrisiko bei Brustkrebspatientinnen ermitteln kann und binäre Ergebnisse (hohes oder niedriges Risiko) als Entscheidungshilfe für den Einsatz von Chemotherapie liefert.2 Aktuell, auf Basis des im Ergebnis festgestellten niedrigen Langzeit-Rezidivrisikos (nach 20 Jahren), ist MammaPrint die einzige   genomische Signatur zur Erkennung von Patientinnen mit indolenten Brustkrebstumoren, die ein  äußerst niedriges Metastasierungsrisiko haben. Diese Informationen sind hilfreich für Ärzte bei ihrer Entscheidung, ob eine verlängerte, standardmäßige oder limitierte endokrine Therapie bei einigen Patientinnen empfohlen werden  sollte.

Dr. William Audeh, Chief Medical Officer bei Agendia, sagt: „Durch die Verwendung von MammaPrint    zur Ermittlung einer Teilgruppe von Brustkrebspatientinnen, die nach einem chirurgischen Eingriff durch eine eingeschränkte endokrine Therapie eine extrem hohe brustkrebsspezifische Überlebensrate nach    20 Jahren haben, können wir Ärzten und deren Patientinnen weitere Optionen zur besseren Behandlung dieser  Krankheit bieten.“

„Bei einigen Frauen kann eine endokrine Therapie schwieriger als eine Chemotherapie sein und fast 50% der  Patientinnen  beenden  die  Therapie  vorzeitig3. Daher  gilt  es, die  Frauen  ausfindig  zu  machen, die sehr gut mit einer eingeschränkten  Therapie oder ohne Therapie zurechtkommen. Aus klinischer Sicht    ist das im Ergebnis festgestellte niedrige Langzeit-Rezidivrisiko (nach 20 Jahren) von MammaPrint von unschätzbarem Wert, da diese Patientinnen anhand anderer Methoden, wie den klinisch-pathologischen

Standardfaktoren oder der molekularen Subtypisierung, nicht klar identifiziert werden können“, sagt Dr. Audeh.

Die Stockholm Tamoxifen-Studie war eine prospektive, randomisierte Studie, die von 1976 bis 1990 von der Stockholm Breast Cancer Study Group durchgeführt wurde. Bei dieser Studie, an der

1.780 Patientinnen teilnahmen, wurde zwei Jahre lang eine Tamoxifen-Therapie mit einer systemischen Therapie verglichen. Patientinnen, die nach zweijähriger Einnahme von Tamoxifen keinen Rückfall  hatten und einer weiteren Teilnahme erneut zustimmten, wurden für eine dreijährige Tamoxifen- Weiterbehandlung oder keine Weiterbehandlung randomisiert. Nur 35% aller Patientinnen erhielten  eine vollständige fünfjährige Behandlung.

Für diese retrospektive Studie wurden Proben von 652 Patientinnen analysiert, von denen 58% (377) als Niedrigrisiko-Patientinnen klassifiziert wurden. Davon hatten 26% (98 Patientinnen) nachweislich ein niedriges Langzeit-Rezidivrisiko (nach 20 Jahren), was auf ein hervorragendes Überlebensprofil nach

20 Jahren schließen lässt.

Patientinnen, die für die Hormontherapie und dem im Ergebnis festgestellten niedrigen Langzeit- Rezidivrisiko randomisiert wurden, hatten nach der Diagnose eine beachtliche brustkrebsspezifische Überlebensrate von 97% nach 20 Jahren. 65% der mit der Tamoxifen-Therapie behandelten   Patientinnen erhielt die Therapie nur für zwei Jahre. Patientinnen, die nach einem chirurgischen Eingriff keine endokrine Therapie erhielten, wiesen ebenfalls eine beeindruckende brustkrebsspezifische Überlebensrate von 94% nach 20 Jahren  auf.

Hier können Sie den Artikel „Molecular tools identify indolent breast cancers with ultra-low risk over two decades“  aufrufen:  http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/article-abstract/2634502

1 Esserman L., et al. JAMA Oncology. doi:10.1001/jamaoncol.2017.1261. Online veröffentlicht am 29. Juni 2017.

2 Cardoso F, van’t Veer LJ, Bogaerts J et al. 70-Gene Signature as an Aid to Treatment Decisions in Early-Stage Breast Cancer (70- Gene Signatur zur Unterstützung von Behandlungsentscheidungen bei frühem Brustkrebs). N Engl J Med 2016; 375: 717-29.

3 Chlebowski et al., Adherence to Endocrine Therapy in Breast Cancer Adjuvant and Prevention Settings. Cancer Prev Res. 2014; 7:378-387.

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Über MammaPrint

MammaPrint ist ein von der FDA zugelassener In-vitro-Diagnosetest, der in einem zentralen Labor mit Hilfe von Genexpressionsprofilen aus Brustkrebs-Gewebeproben durchgeführt wird, um das Risiko der Fernmetastasierung zu ermitteln. MammaPrint trägt auch das CE-Kennzeichen, mit dem zertifiziert wird, dass es dem freien Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union zugänglich ist. Ärzte setzen MammaPrint als prognostischen Marker und in Verbindung mit anderen klinisch-pathologischen   Faktoren ein. Der Test dient weder dazu, eine Prognose über den Ausgang einer Erkrankung zu treffen noch Vorschläge oder Schlussfolgerungen bezüglich der individuellen Ansprache von Patientinnen auf  eine Behandlung zu liefern.

Über Agendia

Agendia ist ein privates, weltweit führendes Unternehmen im Bereich der molekularen Diagnostik, das genombasierte diagnostische Produkte entwickelt und vermarktet, die Ärzte bei komplexen Behandlungsentscheidungen unterstützen. Die Brustkrebs-Tests von Agendia wurden mit Hilfe wertfreier Genselektion und der Analyse des vollständigen menschlichen Genoms entwickelt. Zum Angebot gehören MammaPrintreg;, ein Genexpressionstest zur Ermittlung des Metastasierungsrisikos sowie Blue Printreg;, ein Test zur funktionellen molekularen Subtypisierung, der wichtige Tumoreigenschaften anzeigt und so besser verwertbare klinische Informationen über die Biologie von Brustkrebs liefert.

Weitere genombasierte Produkte von Agendia befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase. Das Unternehmen arbeitet bei der Entwicklung von Diagnosetests auf dem Gebiet der Onkologie mit Pharmazieunternehmen, führenden Krebsforschungszentren und akademischen Gruppen zusammen.

Weitere Informationen über Agendia bzw. den MammaPrint und den BluePrint Test finden Sie

unter http://www.mammaprint.de und auf der Unternehmens-Website unter http://www.agendia.com.

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2017-10-18T19:28:21+00:00